AIDA Kreuzfahrt – Tag 1 – Anreise und Einschiffung in Ägypten, Sharm El-Sheikh
Nach ausführlichem Packprozedere und letztem Feinschliff der Wohnung machen wir uns nach einem schnellen Morgenkaffee um 3:45 Uhr auf den Weg Richtung Flughafen Stuttgart. Boarding ist für 5:15 angegeben und mit ein wenig Pufferplanung sollte das gut und entspannt zu schaffen sein. Aufgrund von sehr starkem Nebel dauert die Fahrt auch schon länger als gedacht – Puffer olé. Am Flughafen angekommen sehen wir schon die Schlange am Airberlin Gepäck Dropoff Schalter. Gefühlt alle Passagiere unseres Fluges warten bereits darauf, von den anfangs zwei, dann 3 gemächlich arbeitenden Damen abgefertigt zu werden. Außerdem fällt uns hier beim in die Schlange einreihen auf: Das Durchschnittsalter beträgt grob geschätzt Mitte 60. Jedenfalls stechen wir – neben ein paar genervt dreinblickenden Teenies mit Eltern – krass aus dem wartenden Haufen heraus. Abwarten – wer weiß wo die alle hinwollen. Nach den üblichen Check in-Routinen und einem schlechten Witz des Boardingverantwortlichen am Gate (Flug hat aufgrund starken Nebels zwei Stunden Verspätung) geht es doch pünktlich in den Flieger. Hier bestätigt sich nochmals der erste Eindruck: Rentner und übergewichtige Mid-Vierziger bestimmen auch hier das Bild. Bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass andere Städte vernünftigeres Publikum zu bieten haben und das Schiff vernünftig gefüllt wird.
Der Flug geht ohne größere Zwischenfälle über die Bühne, kaum Turbulenzen, nur eben eine Menge Rentner die ständig für den Toilettengang Schlange stehen. Uns erschließt sich zu diesem Zeitpunkt die Logik noch nicht, was diese – teilweise stark eingeschränkten Menschen – in Indien wollen. Es sei an der Stelle erwähnt, dass die Boardunterhaltung wohl an die Zielgruppe angepasst wurde, denn nach ein paar Columbo Folgen, wurde auf irgendeinen alten Schinken ausgewichen – dem Tablet sei Dank, kein Problem für uns. Danach die Landung, gefolgt von langen Wartezeiten fürs Visum – aber immerhin kein Zoll – sind überwunden, dann steht der Bustransfer an: Etwas chaotische Verteilung auf verschiedene Busse aber irgendwann sitzen wir im kalt klimatisierten Reisebus “30 Minuten zum Hafen und ab jetzt müsst Ihr Euch um nichts mehr kümmern” motiviert Felix den Insassen “eigentlich bin ich sonst Bike-Scout, aber heute darf ich beim Organisieren unterstützen”. Die Fahrt dauert wirklich nur 30 Minuten – zu sehen gibt es leider außer Wüste und Müll neben der Autobahn nichts.
Am Hafen in Sharm El-Sheikh angekommen, weist uns Felix an, das Gepäck getrost im Bus zu lassen “Das wird automatisch auf Eure Zimmer hochgebracht – dauert nur ein bisschen länger meistens, bis dann auch alles da ist”. Wir werden zum Check in Zelt am Hafen eskortiert, in welchem sich bereits gefühlte 500 Menschen die Füße in den Bauch stehen um den heiß begehrten Board-Pass (Zimmerschlüssel und Zahlungsmittel) zu bekommen. Es ist mittlerweile 12:20 Uhr und wir brauchen 40 Minuten in dem Zelt – haben dann aber wirklich alles geklärt, also ab aufs Schiff.
Erster Eindruck vor dem Haupteingang “Wow, ganz schön groß das Ding”. Zweiter Gedanke, was machen wir denn jetzt und wo geht’s hin? Die Zimmer sind wohl erst ab 16 Uhr bezugsfertig – also ab auf Erkundungstour und Schiff entdecken, von vorn nach hinten, von oben nach unten. Nicht sehr strukturiert und mit system – aber hey wir sind im Urlaub. Durch Zufall sind wir dann sogar noch zufällig rechtzeitig beim Mittagsbuffet im Bella Vista Restaurant aufgeschlagen und genehmigen uns Essen, Wasser und ein verdientes Bier. Das Essen ist klasse, gute Auswahl und alles läuft recht entspannt ab. Danach weiter auf das Pool Deck – aber erst in den Schatten denn die Sonnencreme ist im Koffer und der sucht noch seinen Weg zu unserer Kabine. A prospos Kabine – da ich gerade hier im Strandkorb sitze und die Zeilen tippe, es ist 16 Uhr und bisher war noch keine Durchsage, um uns auf das Zimmer zu locken. Also abwarten. Hier auf dem Deck verteilen sich die Rentner übrigens wieder ein bisschen – es gibt jetzt sogar vereinzelt auch Menschen um die 30 zu sehen, wenn auch stark in der Unterzahl. Sogar Kinder springen hier rum – ich dachte die haben keine 2 Wochen Ferien mehr.
Ein paar Worte zum Pool Deck und den allgemeinen Bereichen an Deck. Es sieht alles sehr sauber aus, die Restaurant / Casino und Entertainment Flächen sind großzügig gestaltet. Der Pool ist aber leider ultra klein – Planschbecken würde dem noch schmeicheln, das ist wirklich enttäuschend. Trotzdem hat es heute genügend freie Liegen und Platz sich zu entspannen – mal abwarten wie es weitergeht.
Um kurz nach 17 Uhr kommt die Durchsage, dass alle Kabinen bezugsfertig sind. Perfekt! Die Kabine liegt im 6. Stock relativ weit im Heck des Schiffes und ist schnell gefunden. Geöffnet wird sie mit unserem Boardpass, klappt auch. Es ist alles da was man braucht, das Bett ist recht bequem und das Zimmer sauber, also auspacken kurz ausruhen. Dann ist auch schon Zeit fürs Abendessen – gleiches Prozedere, wirklich gutes Essen und diesmal noch größere Auswahl. Weißwein wie Rotwein sind trinkbar aber nichts besonderes. Ab 21:30 ist die Welcome Party an Deck, es gibt Sekt, eine Showeinlage und Musik, Cocktails und es wird getanzt. Dann stechen wir in See und legen geplant ab Richtung Jordanien. Wir statten dem Aida Shop der um 22 Uhr öffnet einen Besuch ab – Lan Yards und Sonnenmützen müssen her, außerdem brauchen wir Wasserflaschen für den morgigen Trip – die gibt es für 2,10 € in 1,5 Literflaschen in der AIDABar. Wir ziehen gegen halb 12 Uhr in die Disco mit Halloween Party weiter – passable Musik, nette Deko aber leider überhaupt nichts los, daher gehen wir um 1 Uhr zurück zur Kabine (schließlich müssen wir morgen/heute um 7 wieder aufstehen) war ja schließlich ein langer Tag.
Fazit: Stressigere Anreise und mehr Bürokratie als erwartet aber so ist das halt, Rest positiv.












