New York Cheesecake (Rezept) – Amerikanischer Käsekuchen

January 8th, 2012 No comments

Nachdem ich zum Geburtstag meiner Freundin ein geniales Rezept ausprobiert und angepasst habe, möchte ich Euch dies natürlich nicht vorenthalten – es ist in meinen Augen der beste Käsekuchen den es gibt – und ich bin ein kritischer Mensch! ;-)

Zutaten:

  1. 10 Schwarze Kekse
  2. 20 normale Kekse
  3. 80g zerlassene Butter
  4. 30g Soßenbinder
  5. 170g Zucker
  6. 400g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  7. 500g Magerquark
  8. 1 Pk Vanillezucker
  9. 3 Eier
  10. 2 Gläser Kirschen
Zubereitung:
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Boden
  1. Kekse in einem Beutel kräftig zerbröseln
  2. Butter zerlassen
  3. Zerbröselte Kekse gut in zerlassene Butter einrühren
  4. Backform gut fetten
  5. Massen in die Backform geben, verteilen und feststampfen
  6. Boden in vorgeheiztem (170°) Backofen ca. 10 Minuten backen
  7. Komplett abkühlen lassen

Füllung

  1. Quark, Frischkäse, Zucker, Vanillezucker und Eier in eine Schüssel geben
  2. Masse schaumig rühren
  3. Masse in die Backform füllen
  4. Kuchen für 45 Minuten bei 140° Umluft backen

Kirsch Topping

  1. Erster Glas Kirschen abtropfen lassen, Saft auffangen
  2. Saft auf Herd erwärmen
  3. Soßenbinder zu warmem Saft geben, aufkochen lassen und vom Herd nehmen
  4. Kirschen in Mixer kräftig mixen und zu eingedicktem Saft geben
  5. Nochmals aufkochen lassen
  6. Zweites Glas abtropfen lassen und Kirschen zugeben

AIDA Kreuzfahrt – Tag 14 – Cochin, Indien

November 14th, 2011 No comments

Der letzte Tag der Reise bricht heute an. Den Ausflug nach Cochin können wir aber erst antreten wenn wir unseren Reisepass abgeholt haben. Also gehen wir los um uns in die Kilometerlange Schlange quer über das Schiff anzustellen – nach 20 Minuten haben wir dann auch den letzten Stempel und eigentlichen Pass wieder. Also geht es los nach Cochin, Besichtigung einer Kirche, Spaziergang durch den Hafen mit den chinesischen Fischernetzen, dann mit dem kleinen Schiffchen auf eine Insel zum Snack und wieder zurück Richtung Schiff. Alles in Allem sehr nette Eindrücke, aber die Zeit rennt einfach. Den letzten Tag an Board versuchen wir nochmals zu entspannen – es gelingt nur bedingt.

Als am Abend dann die Koffer gepackt und für die Abreise zur Abholung vor die Tür gestellt sind, gönnen wir uns eine kleine Runde schlaf, denn um 1:00 Uhr ist Abfahrt Richtung Flughafen. Nach einem sehr gut organisierten Check-Out dauert die Fahrt zum Flughafen ca. 1,5 Stunden und so sind wir gegen 2 Uhr vor Ort. Nach etwas Chaos und einem abenteuerlichen Check-In (nein, leider werden keine Sitzplätze vergeben, da das IT System die Airline nicht kennt) quetschen wir uns in den Gatebereich um dann ab 3 Uhr nochmal 3 Stunden zu warten bis der eigentliche Flug (natürlich mit 1 stündiger Verspätung) losgeht.

Alles weitere ist Routine. Landen, Koffer einsammeln, Zug warten, Fahren, auf S-Bahn warten, Fahren, auf Ubahn warten, Fahren, Daheim ins Bett werfen und lange, lange, lange schlafen.

Zum Ende dieses Reiseberichtes möchte ich noch einige nette Details / Daten zu den an Board verzehrten Getränken/Speisen loswerden. In 14 Tagen und 7100 Kilometern Wegstrecke hat es das deutsche Stammpublikum doch tatsächlich geschafft folgendes zu vernichten:

  • 48000 Eier
  • 15,9 Tonnen Fleisch
  • 5,5 Tonnen Kartoffeln
  • 19 Tonnen Früchte
  • 4000 Liter Eis
  • 6200 Stück Klopapier
  • 7015 Liter Weißwein
  • 6500 Liter Rotwein
  • 6480 Liter Bier (im Restaurant)
  • 3550 Liter Bier (an den Bars)

AIDA Kreuzfahrt – Tag 13 – New Mangalore, Indien

November 12th, 2011 No comments

Der dritte Tag in Indien sieht einen Tagesausflug mit Tempeltour vor.  Leider spricht unsere Reiseleitung heute kathastrophales englisch und auch viel zu wenig – wir müssen den jungen Studenten ständig löchern um irgend etwas zu erfahren. Auch die Tempel an sich sind nicht sehr spannend und so ist das Highlight an diesem Tag die Busfahrt durch die Landschaft – auch hier ist die Landschaft wirklich beeindruckend schön. Das Mittagessen ist aber auch einen Kommentar wert: Nach Besichtigung einer größeren Farm (auf der zahlreiche Pflanzen wachsen die wir davor noch nie gesehen hatten) gibt es in einem Bambushain ein typisch Indisches Mittagessen – sehr authentisch und lecker!

Sonst gibt es an diesem Tag allerdings keine großen Vorkommnisse.

AIDA Kreuzfahrt – Tag 12 – Murmagao/Goa, Indien

November 11th, 2011 No comments

Heute freuen wir uns auf den zweiten Tag in Indien – und auf etwas mehr Landschaft und wahres Leben fernab vom City-Pulse. Wir haben mit Absicht den Ausflug “Per Jeep zu den Wasserfällen” gebucht, da hier sowohl eine zweistündige Busfahrt durch kleine Dörfer und an Reisfeldern vorbei ebenso geboten ist, wie eine Fahrt mit dem Jeep zum Wasserfall – inklusive Bademöglichkeit.

Schon allein die Busfahrt war sehr spannend. Der Bundesstaat Goa – unter den ehemaligen Hippies sehr bekannt – ist berühmt für seine Strände und die wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaftszüge – wie auch den tropischen Regenwald. Während der Fahrt können wir all das bewundern: tropische Bäume mit kleinen Äffchen, weit angelegte Reisfelder mit abenteuerlich anmutenden Werkzeugen bestückt, kleine Dörfer (interessanterweise jeweils mit einigen Bars und Restaurants) und auch viele kleine Kirchen und Kapellen. Wir beschließen nach ein paar Minuten Fahrt, dass es uns hier gefällt.

Nach zwei Stunden kommen wir am Sammelpunkt vor dem “Bhagwan Mahaveer Sanctuary and Mollem National Park” an. Hier werden wir nach einigen organisatorischen Unklarheiten und einigen interessanten finanziellen Diskussionen vor einer “Pay-Toilette” auf die Jeeps verteilt – 6 Personen pro Fahrzeug. Von da an erleben wir die interessanteste und abenteuerlichste Autofahrt unseres Lebens. Quer durch den tropischen Regenwald geht es auf einem rötlich lehmigen Trampelpfad knapp 8 Kilometer bis zum Wasserfall – vorbei an noch mehr Affen, Termitenhügeln, angeblichen Black Cobras mitten durch reißende Flüsse. Ich schlage mir mehrfach den Kopf am Jeepdach an und gebe das fotografieren recht schnell auf, da Festhalten mit einer Hand nicht reicht. Ja der Jeep ist zeitweise innen sogar mit einigen Zentimetern Wasser gefüllt, so tief sind wir in den Fluten herumgefahren. Es ist einfach ein klasse Erlebnis, ich wäre gern selbst gefahren!

Am Wasserfall (in GoogleMaps anschauen) angekommen, baden wir im kühlen Nass. Es ist eine willkommene, eiskalte Erfrischung bei 35 Grad Aussentemperatur. Leider haben wir nur eine Stunde Zeit und so heißt es auch schnell wieder aufbrechen und zurückfahren. Die Rückfahrt ist recht zäh, da sich auf der einzigen Straße zurück zum Meer ein 4-5 Kilometer langer LKW-Stau gebildet hat und es geht nur im Schritttempo voran – die Straße ist eigentlich 1 spurig, wird aber wie ein 3-4 spuriger Highway benutzt. Auf der linken Spur (Achtung Linksverkehr!) warten hunderte von LKWs auf eine Polizeikontrolle, auf den restlichen Spuren wird wild überholt, es staubt, auf den Bäumen ringsum sitzen Affen – es ist der Wahnsinn.

Leider sind wir durch den Stau dermaßen im Verzug, dass das Mittagessen abgesagt werden muss und wir sogar noch zu spät an Board zurückkommen. Aber gelohnt hat es sich – Goa werden wir auch als potentielles Strandurlaubsziel auf die Liste setzen.

AIDA Kreuzfahrt – Tag 11 – Mumbai, Indien

November 10th, 2011 No comments

Heute ist nun endlich der Tag gekommen, auf den wir uns schon die gesamte Reise freuen: wir sind in Indien! Der Indien Auftakt heute beginnt dann auch gleich in der riesen Metropole Mumbai (ehemals Bombay) und wir sind sehr gespannt auf die ca 20 Millionen Einwohner, die sich hier sicher munter tummeln.

Die Einreisebestimmungen nach Indien sind relativ streng. So ist neben dem Visum (eigentlich wird ein multiple-entry Visum benötigt – unser Double Visum hat aber auch ausgereicht!), welches wir schon im Vorfeld beantragt haben ein “face-check” behördlich vorgeschrieben und für jeden Landgang eine Landgangskarte erforderlich sowie eine Kopie des Reisepasses – es ist unterm Strich eine riesen Bürokratie. Die Indischen Behörden sind dafür schon im Oman an Board gekommen und während den letzten Seetagen wurden wir diesen also schon vorgestellt: face gecheckt, alles roger!

Also brechen wir mit allen benötigten Unterlagen zu unserem gebuchten Ausflug “Very British – typisch Indisch” auf und sehen in der Stadt neben zahlreichen Gebäuden im Kolonialstil, Museen und schwarz-gelben Taxen auch viel Armut und sehr einfache Verhältnisse. Die Kontraste in Mumbai sind extrem. Zum Einen treffen wir auf eine erstaunlich westliche Stadt mit Staßen und Store-Beschilderung auf englisch, Geschäfte von allen gängigen Brands sind vertreten (natürlich gibt es auch kopierte Klamotten zu begutachten), McDonalds, zahlreiche historische Gebäude, Werbeschilder und Plakate wie man sie auch bei uns hängen sieht, Autos und Fahrräder als auch andere interessante Fortbewegungsmittel (egal wie sie aussehen, alle haben eine Hupe!) und Menschen – duzende, tausende, sehr viele… überall! Dies alles wird begleitet von Gerüchen, die mal mehr und mal weniger in der Nase stechen sowie Staub, Schmutz, Smog und Lärm. Daneben ist die Armut wirklich allgegenwärtig – ein Bewegen durch den Stadt ohne eine bettelnde Hand endgegengestreckt zu bekommen ist schier unmöglich – meist sind die Bettler aber nicht allzu penetrant und lassen es bei einem klaren Nein auch sein. In den Touristengebieten ist die Kriminalität (v.a. Taschendiebstahl) relativ hoch und man hat konstant mindestens ein kleines bettelndes Mädchen als Gefolge, die dann mitunter auch sehr frech werden. Auch die Trommelverkäufer, Kartenverkäufer oder Sonstiges sind ständig zugegen (wer harte Drogen kaufen möchte findet hier ein Paradies verschiedenster Sorten – uns wird schon von den Namen Angst und Bange und wir schauen dass wir schnell weiterkommen). Etwas abseits der zentralen Sehenswürdigkeiten nehmen die Menschenmassen und Bettler etwas ab, hier werden die ärmlichen Verhältnisse allerdings noch krasser: Kinder schlafen auf der Straße unter LKWs, tote Hunde und kleine Obst-/Gemüseverkäufer mit nicht sehr vertrauenerweckenden Waren. Was wir kaum sehen sind Leprakranke.

Zum Essen werden wir in ein 5 Sterne Hotel gefahren, wobei wir unter typisch Indisch hier etwas anderes erwartet haben, das Essen war sehr stark für den westlichen Gaumen aufgepeppt und überhaupt nicht scharf – dafür natürlich auch eher aus einer sicheren Quelle.

Wir beschließen, dass wir hier in keinem Fall wohnen wollen und ertappen uns mehrfach bei dem Gedanken, wie gut es uns doch eigentlich geht!

AIDA Kreuzfahrt – Tag 8 – Oman, Salalah

November 7th, 2011 No comments

Unsere Tour bringt uns hier im Oman an interessante Fleckchen, viel Wüste aber durch den seltenen Regen der letzten Tage gibt es auch etwas grün zu sehen. Alles steht im Zeichen des Weihrauchbaumes der hier Zuhause ist. Besonders freuen wir uns heute auf den Besuch eines entsprechenden Souks (also Markt) der wohl traditionell erhalten ist. Leider werden wir bei Ankunft maßlos enttäuscht: Es ist das einzige Fleckchen in Salalah das nicht authentisch aussieht. Duzende identische Lädchen verkaufen Fußballtrikots, seltsame Fläschchen und natürlich abgepackten Weihrauch. Das Ganze neben zahllosen Barbershops und Händlern, die teilweise sogar Deutsch sprechen… hier ist wieder einmal der Tourifaktor zu Hause – der Rest der Stadt ist zerfallen und wirkt Menschenleer. Auch die historische Burg (die interessanterweise nicht auf dem Hügel steht sondern Mitte in der Stadt ohne Aussicht aufs Meer) und angeblich super erhalten ist (der Betonmischer aber daneben steht) deklassiert sich selbst als Tourimasche – spätestens durch den angrenzenden Souvenirladen.

Nach dem Ausflug findet auf dem Schiff das “Offiziersshaken” statt. Hier mixen die Offiziere Cocktails, die dann zu Spottpreisen für 1,90€ gekauft werden können. Da der Absatz nicht so richtig zieht (15:00 Uhr ist halt doch etwas früh – sogar für AIDA Verhältnisse) werden Cocktails letzten Endes einfach verschenkt – auch eine Möglichkeit den Pegel zu halten.

Anmerkung zu den Reiseleitern und AIDA Scouts auf den Ausflügen

Die Ausflüge, welche alle angepriesen werden mit “deutschsprachigem Reiseleiter” haben genau diesen nicht. Es nimmt allerdings meistens ein junger AIDA Scout daran teil, der sich mit dem Reiseleiter im Bus unterhält (leider hören wir den englischen Part nicht) und dies dann in spärlicher Form weitergibt. Die Hälfte der Informationen gehen verloren oder sind falsch übersetzt. Natürlich versteht in dem Bus außer uns niemand englisch… schwierig. Da wäre es wenigstens sinnvoll gewesen, dem eigentlichen Reiseleiter auch ein Mikro in die Hand zu drücken, damit man wenigstens dessen Erzählungen unverfälscht lauschen kann. Nur ein Beispiel: Der Reiseleiter erzählt von den Racing Camels, die die teuerste Art der Kamelzucht ist und bis zu 40000 Dollar pro Kamel möglich sind. Unser Scout denkt es geht um das Aufziehen von Kamelen (Raising Camels) und erzählt selbstbewusst in einem 5 minütigen Monolog, dass die bewusste Aufzucht und das Achtgeben auf gute Gene, eine gute Fütterung blah blah den besten Verkaufspreis erbringen. Von dem Moment an stellen wir unsere Fragen dann jeweils individuell direkt beim Reiseleiter und bekommen so alles mit, was wir wissen wollen.

AIDA Kreuzfahrt – 4 Seetage Richtung Oman, Salalah

November 3rd, 2011 No comments

1. Seetag

Vor uns liegt eine Reise von ca. 3300 Kilometer nach Salalah. Wie wir morgens bei einer Informationsveranstaltung erfahren, vorbei am Golf von Aden, wo unser Boot von Kriegsschiffen bewacht wird, da dort immer mit Übergriffen von Piraten zu rechnen ist. Gut, das soll nur 27 Stunden dauern, dann sind wir hier durch – trotzdem ein komisches Gefühl. Wir brutzeln heute bei 30 Grad in der Sonne, hören uns kurz einen schlechten Vortrag über Mumien an von einem Dozent, der selbst wohl schon die eine oder andere Zeremonie über sich ergehen hat lassen (auch nicht schlecht denn so entstehen hier ein paar Zeilen und ich muss nicht zuhören – was auch unmöglich ist) und machen einen Salsa Schnupperkurs mit Tatiana Perez am Nachmittag was super Spaß macht, morgen machen wir gleich den nächsten. Auch Massimo Sinato und Frau sind an Board und bekommen sogar einigen Zulauf beim ChaCha Kurs auf dem Pooldeck – gut sieht das aber bei den meisten Paaren nicht aus.

Abends schauen wir uns die AIDA Shows im Theatrium an, ein Zauberer und die Show Divaria. Das Bühnenequipment ist klasse, der Sound auch und die Show gelungen, das lohnt sich.

Zwei Anmerkungen zu unseren Mitreisenden:

Das Reisepublikum der AIDA ist im Durchschnitt typisch deutscher Rentner (es gibt einige Ausnahmen, aber bei 1900 Passagieren ist das ein Tropfen auf den lauwarmen Urinstein). Soll heißen, es werden morgens schön Liegestühle im Überfluss besetzt (teilweise sogar 2, einen in der Sonne, einen im Schatten) und auch ohne Skrupel Fettleibigkeit an jeder nur Möglichen Gelegenheit zur Schau gestellt: Nackt am Pool, im Bikini beim Mittagessen oder auch einfach Zwischdurch und Überall – wir hatten immer mehr Anstand von dieser Generation erwartet – weit gefehlt, auch geschupse und vorgdrängeleien beim Essen ist da an der Tagesordnung. Es geht wirklich zu wie im Kindergarten, nur mit vielen alten Menschen. Außerdem wird uns heute endlich unweigerlich klar, was die schrecklich fetten alten Menschen (oder in Kombination, es gibt auch schlanke Alte und fette “jüngere” Leute) hier wollen: einfach schön weiter Kilos aufbauen und/oder den Lebensabend etwas durch Hautkrebs versüßen. Was das Ganze bestätigt ist die Schlange vor den Restauranttüren, 15 Minuten vor deren Öffnung – klar ein Überbleibsel aus den Kriegstagen. Beste Story zu der Dreistigkeit dieser Mitreisenden Altersschicht: Bei einer Abendveranstaltung kommt ein Rentnerpärchen zu spät (wahrscheinlich zu lang Abendessen gewesen) und sie sagt zu uns, wir sollen doch für sie Platz machen, damit sie sitzen können (fragt natürlich nur uns, weil alle anderen sind ja auch schon alt) – geht’s noch – wie wär’s mit pünktlich kommen? Dann setzten sie sich auf die Treppe und pöbeln die schon vorher dort stehenden Leute an, weil sie ja nun im Sitzen nichts sehen und das mit einer Dreistigkeit den ganzen Abend lang, dass ich dies hier festhalten muss.

 

2. Seetag

Heute geht es morgens mit dem Salsa Kurs weiter. Für 2 Stunden wird getanzt was das Zeug hält. 20 Paare sollten kommen, gefühlt sind es mindestens doppelt so viele, die sich in der Anytime Bar tummeln – also etwas warm, aber super!

Anmerkung zum Housekeeping und Thema Seekrankheit:

Das Housekeeping ist sehr freundlich und gründlich, stört uns aber leider immer zwischen Frühstück und Pooltime, lässt sich aber mit dem Schildchen an den Tür Knauf abwimmeln. Etwas Trinkgeld gleich zu Anfang der Reise beschert einem stets die volle Aufmerksamkeit…

Wie auf jedem Schiff wackelt und rüttelt, wankt und zittert auch die AIDA durch das Meer. Man kann es überall spüren, auf jedem Deck zu jeder Zeit. Es ist aber nicht so intensiv, dass Einem gleich schlecht wird davon. Wir können bisher noch keinerlei Übelkeit vermerken. In den kommenden Tagen wird der Seegang zunehmen, dann wird es uns sicher auch etwas flau im Magen (und dies sollte auch so kommen).

 

Seetag 3 und 4:

Der erste Sonnenbrand ist da. Er kommt unerwartet, da wir uns sehr gut eingecremt hatten, aber gut, da müssen wir jetzt durch, selbst schuld. Da hat die Sonne hier wohl doch etwas mehr power als bei uns.

Anmerkung zu den Angestellten

Auf dem Schiff sind Rund 600 Menschen angestellt – in der Küche, als Scouts, Housekeeping oder an der Bar. Interessant ist hierbei, dass hier das Durchschnittsalter Mitte 20 ist. Alle die wir treffen und mit denen wir ins Gespräch kommen sind nicht älter als 25. Auch die Solisten im Theater sind nicht viel älter. alle sind sehr freundlich, ich glaube hier wurde der Begriff der “Happy Pill” erfunden. Ein Grossteil der Angestellten sind Asiaten. Es ist jedenfalls ein krasser Gegensatz im Alter zur Kundschaft.

AIDA Kreuzfahrt – Tag 3 – Ägypten, Safaga / Hurgada

November 2nd, 2011 No comments

Heute starten wir von Safaga mit dem Bus Richtung Hurgada (Ausflug: Abtauchen mit dem Unterseeboot) – dem bedeutendsten touristischen Badeort in Ägypten. Wir werden hier jedoch nicht an den Strand zum Baden gehen sondern fahren von Hurgada weiter mit einem kleinen Schiff zu einer U-Boot Station etwas ausgelagert im Meer. Hier steigen wir in das U-Boot um und bekommen eine vierzigminütige Tour an den Korallenriffen in 25 Meter tiefe. Hört sich eigentlich ganz gut an, ist es aber nicht. Die Riffe dort sind künstlich angelegt und die Fische nur in Massen um das U-Boot herum, weil ein Taucher diese speziell Tourigerecht füttert. Na gut, vielleicht haben wir hier zuviel erwartet – aber immerhin sind wir nun schon einmal mit einem U-Boot unterwegs gewesen. Der Reiseleiter erzählt jedenfalls in den jeweils einstündigen Busfahrten sehr interessante Details zur Ägyptischen Kultur und Lebensweise sowie einen anderen Blickwinkel auf die Ägyptische Revolution. Ankunft an Board war um 14:30 Uhr. Der Rest des Tages verlief entspannt an Board.

Eine generelle Anmerkung zu den angebotenen Ausflügen:

Prinzipiell ist es eine Herausforderung für knapp 2000 Menschen Ausflüge anzubieten und natürlich logistisch abzuwickeln, auch weil hier teils die Personalausweise bzw. Reisepässe wieder ausgegeben werden müssen. Resultat ist, Menschenmassen zu bestimmten Orten bewegen zu müssen. Das Ganze erinnert bisher leider mehr an eine Kaffeefahrt, auch durch die lokalen Anbieter die vor Ort noch Fotos und Ausflugs DVDs verkaufen möchten – teils recht penetrant. Da die Ausflüge zwischen 50 und 140 Euro pro Person zu Buche schlagen haben wir mehr erwartet. Individuelle Touren lohnen sich also doch und sollten im Einzelfall geprüft werden.

AIDA Kreuzfahrt – Tag 2 – Jordanien, Aquaba

November 1st, 2011 No comments

Wir stehen um 7 Uhr auf und erreichen das Buffet um halb 8 – die letzte Nacht sieht man uns zwar an, aber wir sind fit genug um den neuen Tag anzugehen. Auch das Frühstück ist klasse. Um 8:45 Uhr ist Treffpunkt für unseren ersten gebuchten Ausflug: “Faszinierendes Wadi Rum”, eine Jeep Tour durch die Jordanische Wüste. Also geht es mit 3 Reisebussen (sind wohl relativ wenig, da die restlichen 25 Busse mit jeweils 40 Personen im Gepäck zu Petra fahren) eine Stunde quer durch die Wüste zum Wadi und dort steigen wir auf die Allrad Fahrzeuge um, jeweils 6 Personen auf den Toyota Pickups hinten drauf. Los geht’s quer durch die Wüste – vorbei an bizarren Felsformationen mit angeblich Uralten Malereien von Kamelen (was uns aufgrund der starken Erosion die dort nach wie vor auftritt als sehr unglaubwürdig erscheint und wir die Malereien mit Tourifaktor umdatieren) und Kamelen – bis zu einem Beduinencamp, mit Tee und Schmuckshop. Der obligatorische Kamelritt darf natürlich auch nicht fehlen. Es ist erstaunlich frisch hier in der Wüste und weht ein teils kräftiger Wind. Spannend das mal gesehen zu haben. Leider ist der Touri-Faktor sehr hoch, Massenabfertigung und die Beduinen leben garantiert nicht in diesen angelegten Camps.

Den restlichen Tag entspannen wir an Board wobei die Sonne um kurz nach 4 schon so tief steht, das es auch hier schon recht frisch ist.

Anmerkung zum Anlegevorgang:

Im Internet habe ich in diversen Foren gelesen, dass der Anlegevorgang und die Geräusche wirklich laut sind. Hier würde ich dies gerne bestätigen. Deck 6, relativ weit hinten wird man im Normalfall davon aufgeweckt. Aber lässt sich wohl nur vermeiden wenn man Kabinen weiter oben oder vorne nimmt und selbst dort bekommt man das sehr hörbar mit.

AIDA Kreuzfahrt – Tag 1 – Anreise und Einschiffung in Ägypten, Sharm El-Sheikh

October 31st, 2011 No comments

Nach ausführlichem Packprozedere und letztem Feinschliff der Wohnung machen wir uns nach einem schnellen Morgenkaffee um 3:45 Uhr auf den Weg Richtung Flughafen Stuttgart. Boarding ist für 5:15 angegeben und mit ein wenig Pufferplanung sollte das gut und entspannt zu schaffen sein. Aufgrund von sehr starkem Nebel dauert die Fahrt auch schon länger als gedacht – Puffer olé. Am Flughafen angekommen sehen wir schon die Schlange am Airberlin Gepäck Dropoff Schalter. Gefühlt alle Passagiere unseres Fluges warten bereits darauf, von den anfangs zwei, dann 3 gemächlich arbeitenden Damen abgefertigt zu werden. Außerdem fällt uns hier beim in die Schlange einreihen auf: Das Durchschnittsalter beträgt grob geschätzt Mitte 60. Jedenfalls stechen wir – neben ein paar genervt dreinblickenden Teenies mit Eltern – krass aus dem wartenden Haufen heraus. Abwarten – wer weiß wo die alle hinwollen. Nach den üblichen Check in-Routinen und einem schlechten Witz des Boardingverantwortlichen am Gate (Flug hat aufgrund starken Nebels zwei Stunden Verspätung) geht es doch pünktlich in den Flieger. Hier bestätigt sich nochmals der erste Eindruck: Rentner und übergewichtige Mid-Vierziger bestimmen auch hier das Bild. Bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass andere Städte vernünftigeres Publikum zu bieten haben und das Schiff vernünftig gefüllt wird.

Der Flug geht ohne größere Zwischenfälle über die Bühne, kaum Turbulenzen, nur eben eine Menge Rentner die ständig für den Toilettengang Schlange stehen. Uns erschließt sich zu diesem Zeitpunkt die Logik noch nicht, was diese – teilweise stark eingeschränkten Menschen – in Indien wollen. Es sei an der Stelle erwähnt, dass die Boardunterhaltung wohl an die Zielgruppe angepasst wurde, denn nach ein paar Columbo Folgen, wurde auf irgendeinen alten Schinken ausgewichen – dem Tablet sei Dank, kein Problem für uns. Danach die Landung, gefolgt von langen Wartezeiten fürs Visum – aber immerhin kein Zoll – sind überwunden, dann steht der Bustransfer an: Etwas chaotische Verteilung auf verschiedene Busse aber irgendwann sitzen wir im kalt klimatisierten Reisebus “30 Minuten zum Hafen und ab jetzt müsst Ihr Euch um nichts mehr kümmern” motiviert Felix den Insassen “eigentlich bin ich sonst Bike-Scout, aber heute darf ich beim Organisieren unterstützen”. Die Fahrt dauert wirklich nur 30 Minuten – zu sehen gibt es leider außer Wüste und Müll neben der Autobahn nichts.

Am Hafen in Sharm El-Sheikh angekommen, weist uns Felix an, das Gepäck getrost im Bus zu lassen “Das wird automatisch auf Eure Zimmer hochgebracht – dauert nur ein bisschen länger meistens, bis dann auch alles da ist”. Wir werden zum Check in Zelt am Hafen eskortiert, in welchem sich bereits gefühlte 500 Menschen die Füße in den Bauch stehen um den heiß begehrten Board-Pass (Zimmerschlüssel und Zahlungsmittel) zu bekommen. Es ist mittlerweile 12:20 Uhr und wir brauchen 40 Minuten in dem Zelt – haben dann aber wirklich alles geklärt, also ab aufs Schiff.

Erster Eindruck vor dem Haupteingang “Wow, ganz schön groß das Ding”. Zweiter Gedanke, was machen wir denn jetzt und wo geht’s hin? Die Zimmer sind wohl erst ab 16 Uhr bezugsfertig – also ab auf Erkundungstour und Schiff entdecken, von vorn nach hinten, von oben nach unten. Nicht sehr strukturiert und mit system – aber hey wir sind im Urlaub. Durch Zufall sind wir dann sogar noch zufällig rechtzeitig beim Mittagsbuffet im Bella Vista Restaurant aufgeschlagen und genehmigen uns Essen, Wasser und ein verdientes Bier. Das Essen ist klasse, gute Auswahl und alles läuft recht entspannt ab. Danach weiter auf das Pool Deck – aber erst in den Schatten denn die Sonnencreme ist im Koffer und der sucht noch seinen Weg zu unserer Kabine. A prospos Kabine – da ich gerade hier im Strandkorb sitze und die Zeilen tippe, es ist 16 Uhr und bisher war noch keine Durchsage, um uns auf das Zimmer zu locken. Also abwarten. Hier auf dem Deck verteilen sich die Rentner übrigens wieder ein bisschen – es gibt jetzt sogar vereinzelt auch Menschen um die 30 zu sehen, wenn auch stark in der Unterzahl. Sogar Kinder springen hier rum – ich dachte die haben keine 2 Wochen Ferien mehr.

Ein paar Worte zum Pool Deck und den allgemeinen Bereichen an Deck. Es sieht alles sehr sauber aus, die Restaurant / Casino und Entertainment Flächen sind großzügig gestaltet. Der Pool ist aber leider ultra klein – Planschbecken würde dem noch schmeicheln, das ist wirklich enttäuschend. Trotzdem hat es heute genügend freie Liegen und Platz sich zu entspannen – mal abwarten wie es weitergeht.

Um kurz nach 17 Uhr kommt die Durchsage, dass alle Kabinen bezugsfertig sind. Perfekt! Die Kabine liegt im 6. Stock relativ weit im Heck des Schiffes und ist schnell gefunden. Geöffnet wird sie mit unserem Boardpass, klappt auch. Es ist alles da was man braucht, das Bett ist recht bequem und das Zimmer sauber, also auspacken kurz ausruhen. Dann ist auch schon Zeit fürs Abendessen – gleiches Prozedere, wirklich gutes Essen und diesmal noch größere Auswahl. Weißwein wie Rotwein sind trinkbar aber nichts besonderes. Ab 21:30 ist die Welcome Party an Deck, es gibt Sekt, eine Showeinlage und Musik, Cocktails und es wird getanzt. Dann stechen wir in See und legen geplant ab Richtung Jordanien. Wir statten dem Aida Shop der um 22 Uhr öffnet einen Besuch ab – Lan Yards und Sonnenmützen müssen her, außerdem brauchen wir Wasserflaschen für den morgigen Trip – die gibt es für 2,10 € in 1,5 Literflaschen in der AIDABar. Wir ziehen gegen halb 12 Uhr in die Disco mit Halloween Party weiter – passable Musik, nette Deko aber leider überhaupt nichts los, daher gehen wir um 1 Uhr zurück zur Kabine (schließlich müssen wir morgen/heute um 7 wieder aufstehen) war ja schließlich ein langer Tag.

Fazit: Stressigere Anreise und mehr Bürokratie als erwartet aber so ist das halt, Rest positiv.